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Berichte

Impressionen von der A-capella-Nacht

2. 09. 2014

Wir werden gerade angesagt, aber so wirklich hört niemand von uns zu. Alle sind noch beschäftigt mit der Aufstellung. Und dann geht es auch schon los. Applaus brandet auf. Scheinwerferlicht blendet, nur die ersten Reihen sind zu sehen, der Rest verliert sich im weiten Dunkeln des großen Zirkuszeltes. Unser Auftritt beim ZMF beginnt!
Laut Herrn Geugelin ist es der wichtigste Auftritt von Voice Event seit 15 Jahren. Ist auch irgendwie verständlich, denn immerhin singen wir vor fast 1600 Menschen. Ich habe noch nie vor so vielen Leuten gesungen und ich denke, dass ich da nicht der einzige bin. Hinter der Bühne hat noch jemand gesagt, dass er nervöser ist als beim Deutschen Chorwettbewerb in Weimar.
Apropos hinter Bühne! Wir sind in einem richtigen Backstagezelt untergebracht mit Chips, Kaffee und einem Massagesessel. Daran könnte ich mich gewöhnen. An den Wänden hängen Bilder von Größen, die schon auf dem ZMF gespielt haben - Bobby McFerrin, Seed oder Nina Simone. Und jetzt sind wir da, Voice Event aus Freiburg. Da fühlt man sich richtig berühmt. Ich habe immer das Gefühl, dass gleich Lady Gaga um die Ecke kommen könnte.
Beim Soundcheck schüttet es wie aus Eimern und im ganzen Zirkuszelt dröhnen die Wassermassen, die aufs Dach trommeln. Kein optimaler Start und wir sind mal wieder etwas unter Zeitdruck, aber wann sind wir das nicht? Danach noch einen Kaffee mit einem Sänger der A-capella-Band Die Füenf und schon sind wir dran, denn wir eröffnen die A-capella-Nacht. Und irgendwie heimlich hat sich doch die Nervosität eingeschlichen.
Endlich auf der Bühne weht ein einzelner Ton durchs Zelt und unser Einsatz kommt. Wir legen los mit „Black or White“. Und es läuft. Die Anspannung ist wie weggeblasen und jetzt macht es einfach nur noch Spaß. Wir packen nicht nur unsere A-capella-Klassiker aus wie „In my life“ und „I don't know“, sondern auch unser Program aus Weimar. Doch ich bin immer noch etwas nervös, weil ich noch moderieren muss - und das vor so vielen Leuten! Aber auch hier war die ganze Nervosität umsonst. Ohne über die Worte zu stolpern, präsentiere ich uns und unsere Songs.
Der Applaus ist gigantisch, viel größer als ich gedacht hätte. Denn wir sind nicht die einzigen Acts dieses Abends. Neben den schon erwähnten Füenf aus Stuttgart, singen auch noch The Exchange aus den Staaten. Beide Bands sind echte Profis. Deshalb habe ich befürchtet, dass wir neben ihnen etwas klein aussehen würden, aber ich habe mich getäuscht. Das Publikum belohnt unseren Auftritt mit Jubel und wir geben zusammen mit Tonio Geugelin und der klatschenden Unterstützung des gesamten Zirkuszeltes noch Amezaliwa als Zugabe zum Besten.
Der Auftritt war der krönende Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahres und der endgültige Beweis, wie sehr wir in diesem Jahr gewachsen sind. Für mich war dieses Jahr eine unglaubliche Erfahrung mit dem ZMF-Auftritt als Highlight.
Doch jetzt lehne ich mich im Sitz zurück und genieße den Auftritt der anderen beiden Bands.
Eine wirklich unvergessliche Nacht.

Fabian



Deutscher Chorwettbewerb in Weimar

30. 05. 2014

Nachdem Voice Event sich im November 2013 in Donaueschingen auf dem Landeschorwettbewerb für die Teilnahme am Bundeschorwettbewerb qualifiziert hatte, ging es im Mai 2014 in heiterer Gemütslage mit dem Bus Richtung Weimar. Natürlich kam der Busfahrer schon auf der Hinfahrt in den Genuss stetigen Summens und Singens in seinem Nacken. Für die Mehrzahl der Sängerinnen und Sänger von Voice Event war dies die erste Teilnahme am Deutschen Chorwettbewerb, und Erwartung und Spekulationen waren genauso gegenwärtig wie das Wissen um jeden einzelnen Ton im vierteiligen Programm. Dieses war nach dem Landeschorwettbewerb noch insofern geändert worden, dass unser Swingstück „Isn`t she lovely?“ von Steve Wonder abgesetzt und die Lücke (mehr oder weniger kurzfristig) durch „Sing Sing Sing“ von Louis Prima aufgefüllt worden war. Der Name war Programm! In den nächsten Tagen wurde so viel und so intensiv gesungen wie selten. Das reichte von Proben im Konferenzraum unseres Hotels über diverse Auftritte an verschiedenen Orten in Weimar bis hin zum Wertungssingen, das natürlich zunächst im Vordergrund stand. Der Soundcheck hierfür war erwartungsgemäß stressig, doch angesichts der großen Bühne und des riesigen Saals konnte man eigentlich gar nicht anders, als sich auf den Auftritt zu freuen. Umziehen im stickigen „Künstlerzimmer“, Mithören der vorangehenden Wertung über Lautsprecher im Mädchenklo, vergessene Auftrittskleidung: wir konnten förmlich die Uhr auf unseren Auftritt hinticken hören. Schließlich standen wir endlich selbst auf der Bühne und gaben noch einmal Alles für ein Programm, das wir monatelang geübt, verfeinert und mit uns herumgeschleppt hatten. Mit voller Konzentration und voller Genuss jedes einzelne Stück so gut zu singen wie noch nie und am Ende mit aufbrausendem Applaus belohnt zu werden war in jedem Fall eine lohnenswerte Erfahrung. Natürlich kann ich nur von mir sprechen wenn ich sage, dass der Auftritt riesigen Spaß gemacht hat, aber der berauschten Stimmung, die sich hinter der Bühne einstellte sobald wir abgegangen waren, kann man entnehmen, dass ich damit sicher nicht alleine stehe. Das Chorgefühl, was den Auftritt anging, war allgemein gut. Wir hörten uns unsere Konkurrenz an, die nach uns an der Reihe war. Trotzdem blieb das Gefühl, wirklich nicht schlecht gewesen zu sein. Auf dem sonnigen Platz vor der Halle tummelten sich schließlich Sänger und Sängerinnen aus allen fünf Chören, die in der Kategorie „G2, Populäre Chormusik mit Trio“ teilgenommen hatten. Noch beäugte man sich ein bisschen misstrauisch, schließlich hatte man gerade „um die Wette“ gesungen. Aber spätestens am Abend war klar, dass der Chorwettbewerb nur zum Teil aus Konkurrenz und Vergleich besteht, sondern besonders auch zum Austausch unter Gleichgesinnten und zum Erweitern des eigenen (musikalischen) Horizonts einläd. Am selben Abend hatte Voice Event nämlich die Ehre, zusammen mit dem Nürnberger Chor Singin’ Off Beats ein Konzert zu geben, welcher schon am Mittag bei den Wertungen beeindruckt hatte. Auch hinterher beim gemeinsamen Bier konnte man sich nochmals über Choreographien, Musikstücke oder einfach die Arbeitsweise des anderen Chors austauschen. In den nächsten Tagen blieb vor oder zwischen verschiedenen Auftritten Zeit, das hübsche Weimar ein bisschen zu erkunden. Nach dem Regenguss am Ankunftstag spielte sogar das Wetter mit. Die Ergebnisbekanntgabe habe ich selbst wegen verfrühter Rückreise aufgrund des Abiturs nicht miterlebt, aber Videos auf You Tube und Schilderungen anderer Chormitglieder erzählen von einem vollgepackten Saal und der gespannten Erwartung angesichts der Bewertung dessen, wofür man so lange hart gearbeitet hat. Voice Event wurde schließlich ein dritter Preis zuerkannt. Und wir können stolz sein auf diesen Preis! (Siegesgeheul!) Selbst wenn vielleicht der ein oder andere auf etwas anderes gehofft hatte: Letztendlich blicken wir auf erlebnisreiche und bereichernde Tage zurück und auf eine intensive Probezeit, die uns zusammengeschweißt und vorangebracht hat. Der Erfahrungswert eines Chorwettbewerbs übersteigt jeden Preis einer Jury. An dieser Stelle ist noch einmal ein abschließender Dank angebracht: An alle, die uns finanziell oder organisatorisch unterstützt haben, an unsere geniale Combo, und ganz besonders an unseren Chorleiter Christian Geugelin, der wahrscheinlich mehr Stress ausgesetzt war als wir alle zusammen!

Felicitas



Badischer Chorwettbewerb in Weimar

15. 10. 2013

Was für ein unglaublicher Tag!
Sonntag Morgen ging es mit dem Bus nach Walldorf. Für fast alle Voice Event'ler ist es der erste Wettbewerb.Nach dem Soundcheck und einer kleinen Pause ging es dann auch los mit der Vorbereitung. Und kaum haben wir die Stücke einmal durchgesungen, sind wir schon dran - rauf auf die Bühne. Da sitzen sie, die fünf Jurymitglieder. Jetzt nur nicht beirren lassen, Konzentration, die Band beginnt mit dem Intro.
Die Musik bewegt meinen Körper, jedes Zeichen vom Chorleiter wahrnehmen.
Singen.
Bevor ich nervös werden kann, sind wir schon beim letzten Stück, Say Ladeo.
Ein Lied über Musik, die mehr ausdrücken kann als Worte. Und genau das ist es, das ich all den Menschen in diesem Raum, der Jury, den Chorsängern und den Zuhörern vermitteln möchte. Der ganze Chor versinkt in dem Lied.
Applaus.
Wir sitzen in der Astoria-Halle. Kommt unser Name?
"Und aus der Kategorie - Meisterchor Jazz/Pop - Voice Event"
Wuuuuuuuuuh, was für ein Gefühl, wir haben es geschafft!!!
*SIEGESGEHEUL*